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Interview mit Roland Baader

Interview mit Roland Baader aus der Reihe »Streiflichter des Lebens«.

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Archiv Schlagworte: Marktwirtschaft

Ich, Bleistift!

Bleistift

Graphit, Holz und Gummi | birgitH / pixelio.de


Eines der Lieblingsbeispiele der klassisch Liberalen bzgl. der Funktionsweise einer echten, also unbehinderten Marktwirtschaft, ist die Parabel von Leonard Reads I, pencil, ich Bleistift. Sie führt exemplarisch vor, wie weltweit verzahnt und außerordentlich komplex bereits die Herstellung eines einfachen Bleistiftes ist. Trotz der Kompliziertheit all jener einzelnen Prozesse die für die Bleistiftproduktion notwendig sind, ist diese nicht etwa von einer zentralen Stelle oder einer allwissenden Kommission gesteuert, sondern geschieht von ganz alleine. Nicht zuletzt zu einem unschlagbaren Preis.

Ich, Bleistift will aufzeigen, dass es Dinge gibt, die mit menschlichem Sachverstand – geschweige denn mit starren Regeln aka »politischer Regulierung« –, nicht zu bewerkstelligen sind. Die klassisch Liberalen begreifen es nachgerade als Anmaßung, zu denken man könne unendlich komplexe Mechanismen wie etwa wirtschaftliche Prozesse planen, regulieren oder in gewünschte Bahnen lenken; ganz zu schweigen davon, Missbrauch, Klüngel, Machtakkumulation und Vetternwirtschaft im Zuge dessen verhindern zu können.

Der Sozialphilosoph und Ökonom Friedrich August von Hayek nannte diese Anmaßung »konstruktivistischer Rationalismus«. Ein Konstrukt, welches davon ausgeht, das Gewollte sei plan- und lenkbar – und notfalls mit Gewalt durchzusetzen: sei es nun die bereits erwähnte Marktwirtschaft, die Entwicklung neuer Technologien, »soziale Gerechtigkeit« oder der Weltfrieden. Doch unsere politische Apologeten denken das nicht.

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Buchbesprechung: »Geldsozialismus – Die wirklichen Ursachen der neuen globalen Depression« von Roland Baader

Colosseum in  Rom

»Brot und Spiele« Quelle: Wikipedia

Heute möchte ich ein Buch vorstellen: »Geldsozialismus – Die wirklichen Ursachen der neuen globalen Depression« des kürzlich verstorbenen Autors Roland Baader. Baader starb im Januar 2012 nach längerem Leidensweg an Krebs. Der Autor war gleichermaßen bescheidener Bürger wie wortgewaltiger und unbequemer Mahner. Die Thematik seiner Werke war mir nicht unbekannt und von daher stieg ich auch nicht ganz unvorbereitet in meine erste Lektüre aus der Feder dieses Autors ein. Dennoch war ich als Leser wie vor den Kopf gestoßen. Geldsozialismus war sein letztes Werk, erschienen 2010 im Resch-Verlag.

Von den vielen politischen Büchern die ich gelesen habe, ist Geldsozialimus eines, welches mich nachhaltig beeindruckt hat. Nach lesen dieses Buches sieht man die Welt mit anderen Augen. Ob man daran glaubt oder nicht. Dieses Buch, bzw. die Thematik der sog. Österreichischen Schule (später dazu mehr), hat mein politisches Weltbild völlig auf den Kopf gestellt, nicht weniger. Oberflächlich betrachtet ist es bloß ein Buch über Ökonomie. Im großen und ganzen aber philosophisch. Es geht um nichts weniger, als um die menschliche Zivilisation, deren Dasein wie Überleben. Laut Baader leben wir bereits in einer Art Sozialismus, da unsere Marktwirtschaft mittlerweile zum Großteil sozialistisch sei und somit erst für die großen Blasen in Form von astronomischen Manager-Bonis sorgen würde. Da man tagaus, tagein immer nur vom bösen Kapitalismus hört, klingt das zunächst einmal völlig daneben. Doch Baader versteht es, den Nebel zu lüften und erklärt an Hand vieler sich logisch erschließender Beispiele, warum das, was allenthalben als Kapitalismus tituliert und zurecht verteufelt wird, gar keine solcher sei – sondern das exakte Gegenteil. Nicht der Kapitalismus ufere aus, sondern der »politikverseuchte« Markt.

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