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Interview mit Roland Baader

Interview mit Roland Baader aus der Reihe »Streiflichter des Lebens«.

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Kategorie - Libertarismus & Etatismus

Wulff nun doch besser als Gauck? Jetzt kann der ESM weiter marschieren …

EU

Es zittern die morschen Knochen


Zwar fand ich die kleinkarierte Empörungsjournalie rund um die Causa Wulff mehr als unterirdisch, wenngleich mich sein Rücktritt über Maßen erfreut hat; nicht zuletzt – sieht man einmal von der SED ab – wegen des über alle Parteien und Richtungen hinweg auf den Thron gesetzten Wunschkandidaten Joachim Gauck. Soll heißen, auch meine politischen »Gegner« waren für Gauck. Was haben sich vor allem unsereins politisch Inkorrekte von Gauck erhofft und gleichermaßen die Stirn in Falten gelegt, dass ausgerechnet die Grün_innen für jemand wie Gauck stimmen könnten. Nun denn, er ist es tatsächlich geworden: Bundespräsident. Einer der unbequem sei und mit Vorschusslobeeren versehen wie einst Obama. Ein liberal-konservativer löst den opportunen Kreidefresser und »Islampräsident« Christian Wulff ab. Pffft!

Die erste Ernüchterung folgte bei Fuß, als Gauck seine Amtsantrittsrede hielt. Hmmm, nun ja, Taktik – man fällt schließlich nicht mit der Türe ins Haus. Doch was war das jetzt?

Gauck:

Mit dem ESM fällt den Deutschen die Solidarität mit Europa leichter!

Wulff:

Erst haben einzelne Banken andere Banken gerettet, dann haben Staaten vor allem ihre Banken gerettet, jetzt rettet die Staatengemeinschaft einzelne Staaten. Da ist die Frage nicht unbillig: Wer rettet aber am Ende die Retter?

Ähm, Namen aus Versehen vertauscht? Verkehrte Welt? Mitnichten, das erste Zitat ist von Gauck und letzteres sagte Wulff kurz vor seiner Demontage … Ein Schelm wer sich was dabei denkt.

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Partei der Vernunft (PDV) tritt in NRW an!


Ein der interessantesten und wichtigsten neuen Parteien im Einheitsparteiland Deutschland, ist die Partei der Vernunft (PDV). Sie tritt nun zum ersten Mal bei einer Landtagswahl an, nämlich im völlig gutmenschversumpften und politikdekadenten NRW. Es war ein kurzer und beschwerlicher Kampf, die notwendigen Unterschriften zur Wahlzulassung zusammen zu bekommen, so dass man noch über die Osterfeiertage kräftig Stimmen sammeln musste. Nun ist es offiziell. Die PDV tritt an und ich wünsche ihr dabei viel Erfolg, da ich eines schon jetzt weiß: Die Presse wird nicht darüber berichten und der Partei somit (wie etwa im Falle der unsäglichen Piraten) einen künstlichen Auftrieb bescheren. Schließlich ist die PDV weder links, noch will sie am verkrusteten sozialfeudalistischen System festhalten. Die PDV hat so einiges vor, die derzeit besten Argumente und ich werde sie gut im Auge behalten. Ebenso wird Der Kritisator demnächst über die Philosophie der PDV berichten.

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Offener Brief an Bundesminister Rösler | FDP-Mitglied warnt davor, FDP zu wählen

FDP

Gerade jetzt

Dr.  Hans Penner schreibt in einem Offenen Brief an Bundesminister Dr. Philipp Rösler (Vorsitzender der FDP)

Sehr geehrter Herr Dr. Rösler,

die FDP wird abgelöst durch Seeräuber. Eine wesentliche Ursache hierfür sehe ich darin, daß Sie als FDP-Vorsitzender kein Engagement für die Erhaltung des freiheitlichen demokratischen Rechtsstaates erkennen lassen:

  • Sie unternehmen nichts gegen den verfassungswidrigen Islam, der massiv unsere Freiheit bedroht.
  • Sie unternehmen nichts gegen die Bundeskanzlerin, welche Deutschland als souveränen Staat abschaffen will.
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Kehrt der Freiheitssinn zurück?

Fünf rote Männer

Kommt der Sechste Mann? | Florentine / pixelio.de


Wer die vielen vom Vater Staat doch so gut gemeinten Regeln und Gaben irgendwann als Denkfallen erkannt hat, der sehnt sich nach einem anderen politischen System; eines, welches die etablierten Parteien von CDU bis Linkspartei nicht anbieten können oder wollen. Da ich mich gerade mit dem Thema Liberalismus befasse, war ich hoch erfreut, im Schweizer Monat einen entsprechenden Artikel von Vera Lengsfeld (CDU) zu lesen und zugleich erstaunt.

Dass Vera Lengsfeld ein freier Kopf ist, ist mir bekannt, und so verwundert es nicht sonderlich, dass sie in diesem Artikel die Ökonomen der Autrians erwähnt, ohne freilich ihren Namen zu nennen. Ebenso geht aus dem Artikel das Grundmotiv des Freiheitsdrangs dieser Denke hervor. Es freut mich außerordentlich, dass diese »Schule« sich offensichtlich im Aufwind befindet. Erste Parteien haben sich bereits in Anlehnung daran gegründet, wie etwa die Partei der Vernunft (PDV).

Und nun schreibt Vera Lengsfeld einen Kommentar, der aus der Feder eines Protagonisten dieser Denkrichtung stammen könnte. So offensichtlich habe ich das von ihr noch nicht vernommen. Ebenso erfreut mich, dass nun ein weiterer Politikprominenter nach Hans-Olaf Henkel die EU offiziell als EUdSSR bezeichnet. Dieser so treffende Begriff scheint Mainstream zu werden. Kein Aprilscherz.

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Buchbesprechung Geldsozialismus – Teil 3

Grabmal der unbekannten Steuergelder

Grab- oder Mahnmal?


Eigentlich hatte ich einen dritten Teil der Buchbesprechung, Geldsozialismus von Roland Baader, versprochen, doch nicht zuletzt auf Grund geringem Interesse seitens der Leser, möchte ich kein weiteres Kapitel dieses so lesenswerten Buches mehr beleuchten. Anscheinend ist die Problematik vielen Menschen noch zu abstrakt. Nicht desto trotz möchte ich noch einen kleinen Abstecher in die aktuelle deutsche Geldpolitik unternehmen. Quasi als Gegenüberstellung zweier Welten.

Wie es der Zufall wollte, lese ich gerade (mit allerlei Unterbrechungen) das Buch Zug um Zug von Helmut Schmidt und Peer Steinbrück. Innerhalb der SPD das konservative Lager. Unmittelbar nach Lektüre des hier besprochenen Geldsozialismus machte ich mich daran, die Lektüre von Schmidt/Steinbrück wieder aufzunehmen und wie es der Zufall abermals wollte, kam ich fluchs zum Kapitel »Im Strudel der internationalen Finanzkrise«. Ha dachte ich, das ist ja interessant, doch was ich von den beiden ausgewiesenen Finanz-Experten der SPD lesen musste, war haarsträubend.

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Buchbesprechung Geldsozialismus – Teil 2: Geld, Macht und Schulden

Gold

Goldgeld | Rike / pixelio.de

Im ersten Teil der Buchbesprechung stellte ich den Autor und dessen Schule, die sogenannte Österreichische Schule für Nationalökonomie vor. Ihre Ansichten, Philosophie, Logik; ebenso die geringe Reputation innerhalb der Finanz-, der Politikwelt und Gesellschaft. Nicht weniger versuchte ich ein Bild zu umreißen, wie völlig konträr die sogenannten Austrians zum Mainstream bzgl. zur Misere und deren Ursachen der Finazindustrie oder generell zur Marktwirtschaft und dem Geldwesen stehen. Nun möchte ich etwas in die Details eintauchen und das ein oder andere Kapitel vorstellen. Fangen wir an mit dem Thema Geld.

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Buchbesprechung: »Geldsozialismus – Die wirklichen Ursachen der neuen globalen Depression« von Roland Baader

Colosseum in  Rom

»Brot und Spiele« Quelle: Wikipedia

Heute möchte ich ein Buch vorstellen: »Geldsozialismus – Die wirklichen Ursachen der neuen globalen Depression« des kürzlich verstorbenen Autors Roland Baader. Baader starb im Januar 2012 nach längerem Leidensweg an Krebs. Der Autor war gleichermaßen bescheidener Bürger wie wortgewaltiger und unbequemer Mahner. Die Thematik seiner Werke war mir nicht unbekannt und von daher stieg ich auch nicht ganz unvorbereitet in meine erste Lektüre aus der Feder dieses Autors ein. Dennoch war ich als Leser wie vor den Kopf gestoßen. Geldsozialismus war sein letztes Werk, erschienen 2010 im Resch-Verlag.

Von den vielen politischen Büchern die ich gelesen habe, ist Geldsozialimus eines, welches mich nachhaltig beeindruckt hat. Nach lesen dieses Buches sieht man die Welt mit anderen Augen. Ob man daran glaubt oder nicht. Dieses Buch, bzw. die Thematik der sog. Österreichischen Schule (später dazu mehr), hat mein politisches Weltbild völlig auf den Kopf gestellt, nicht weniger. Oberflächlich betrachtet ist es bloß ein Buch über Ökonomie. Im großen und ganzen aber philosophisch. Es geht um nichts weniger, als um die menschliche Zivilisation, deren Dasein wie Überleben. Laut Baader leben wir bereits in einer Art Sozialismus, da unsere Marktwirtschaft mittlerweile zum Großteil sozialistisch sei und somit erst für die großen Blasen in Form von astronomischen Manager-Bonis sorgen würde. Da man tagaus, tagein immer nur vom bösen Kapitalismus hört, klingt das zunächst einmal völlig daneben. Doch Baader versteht es, den Nebel zu lüften und erklärt an Hand vieler sich logisch erschließender Beispiele, warum das, was allenthalben als Kapitalismus tituliert und zurecht verteufelt wird, gar keine solcher sei – sondern das exakte Gegenteil. Nicht der Kapitalismus ufere aus, sondern der »politikverseuchte« Markt.

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Baaders Traum

Traum

Baaders Traum


Nein, hier geht es nicht um den bekannten Baader, falls sich ein Sympathisant hierher verirrt haben sollte, hier geht es um den unbekannten Baader. Und der ist auf keinen Fall links, auch nicht rechts, sondern libertär. Ein Minimal-Staatler. Baader gehört zu einer Gruppe oder besser gesagt Schule von Leuten, die den Staat ablehnen. Nicht ganz, aber doch weitestgehend. Er, der Staat, soll sich lediglich um die innere und äußere Sicherheit kümmern und alles andere der Mündigkeit der Menschen überlassen. Ich muss sagen, mir gefällt diese Idee immer mehr und ich bin schon fleißig dabei, Literatur zu wälzen.

Im Monatsheft eigentümlich frei ging es in der letzten Ausgabe ausschließlich um Baader. Roland Baader ist nämlich im Januar verstorben. Als kleinen Vorgeschmack möchte ich nun »Baaders Traum« vorstellen:

Ich träume von einem vollbesetzten Bundestag (wohl nur bei Abstimmung über Diäten-Erhöhung möglich). Plötzlich erhebt sich einer der Abgeordneten, allen anderen als aufrechtes Mannsbild bekannt, und tritt ans Mikrofon. Lange schaut er schweigend ins Hohe Haus, bis gespannte Stille eingetreten ist. Dann sagt er:

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Maxeiner & Miersch: Ist die Linke noch links? (Essay)

Hummer

Reichtum für alle! | Michael Franke / pixelio.de

Bei der Lektüre »Träum weiter, Deutschland! Politisch korrekt gegen die Wand.«, von Günter Ederer (Hartcover, Eichborn-Verlag, 2011) stieß ich auf einen Hinweis bezüglich eines Essays von Maxeiner & Miersch. Das Autorenduo kenne ich bereits durch das Autorenblog »Achse des Guten«. Das Essay stammt aus dem Jahre 2005 und trägt den Titel: Ist die Linke noch links?

Zwar datumsmäßig nicht mehr ganz aktuell, aber der Tatsache Rechnung tragend, dass sich die Thesen eher manifestiert haben, ist dieses Essay aktueller denn je, sodass ich es hier veröffentlichen möchte. Erstaunlich, wie die beiden Autoren es verstehen, an Hand weniger Beispiele die Situation zu schildern und nicht weniger erstaunlich, in welchem Jahr das passiert ist; zu einer Zeit, in der ich selbst noch an den tiefgrünroten Frühling glaubte.

Das Essay beleuchtet bereits erwähnte Frage an Hand folgender Kapitel: Bleibende Werte, Abschied von der Freiheit, Abschied von der Gleichheit, Abschied von der Brüderlichkeit, Abschied vom Internationalismus, Abschied vom Antifaschismus, Abschied von der Aufklärung, Abschied vom Fortschritt.

Das Essay wurde publiziert von der Friedrich-Nauman-Stiftung und kann als PDF herunter geladen werden, oder man kann gleich hier weiter lesen:

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»Belegschaftseigentum«: Oskar Lafontaines Polemik

Schwarze Schafe

Schwarze Schafe

Es ist an der Zeit, mich mal wieder um eine meiner anderen »populistischen« Seiten zu kümmern. Gerne hole ich dazu einen in der Mainstreampresse so titulierten »Populisten« bzw. »Linkspopulisten« aus dem Köcher namens Oskar Lafontaine. Über das Weblog Spiegelfechter bin ich auf einen Artikel im Tagesspiegel gestoßen. Lafontaine, offensichtlich wieder bester Gesundheit, schreibt dort einen Aufsatz zum Thema »Sozialisten sind die wahren Liberalen«.

Bei dem Wort »Sozialismus« zucke ich zwar unwillkürlich zusammen, aber dennoch zeigt sich in diesem Aufsatz mal wieder, dass Lafontaine mit Beständigkeit einer der wenigen ist, die am System des Wirtschaftsfeudalismus rütteln. Die Argumente sind einleuchtend und schreien zum Himmel. An Hand der aktuellen Situation der FDP beschreibt Lafontaine die ursprüngliche Idee des Liberalismus und beleuchtet diesen im Bezug zu den Menschen am wirtschaftlich unteren Ende der Systemstufe. Ich bin zwar nicht mit allem d’accord, – zum programmhaften Pazifismus habe ich eine andere Meinung – doch ist es wohltuend mit welcher Stringens und Direktheit Lafontaine dem System die Rechnung macht.

In der Person Lafontaine zeigt sich ebenso exemplarisch wie unsere Gesellschaft von Politik und Einheitspresse gehirngewaschen wird. Personen die nicht ins Dogma des Political Correctness passen werden stigmatisiert und mit der Etikette des Populismuses versehen. Ich habe offenkundig ein Fable für solch schwarzen Schafe. Seien mit der linken oder rechten Ecke abgestempelt, heißen sie Oskar Lafontaine oder Oskar Freysinger. Da bin ich ganz Freigeist.

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