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Interview mit Roland Baader

Interview mit Roland Baader aus der Reihe »Streiflichter des Lebens«.

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Ich, Bleistift!

Bleistift

Graphit, Holz und Gummi | birgitH / pixelio.de


Eines der Lieblingsbeispiele der klassisch Liberalen bzgl. der Funktionsweise einer echten, also unbehinderten Marktwirtschaft, ist die Parabel von Leonard Reads I, pencil, ich Bleistift. Sie führt exemplarisch vor, wie weltweit verzahnt und außerordentlich komplex bereits die Herstellung eines einfachen Bleistiftes ist. Trotz der Kompliziertheit all jener einzelnen Prozesse die für die Bleistiftproduktion notwendig sind, ist diese nicht etwa von einer zentralen Stelle oder einer allwissenden Kommission gesteuert, sondern geschieht von ganz alleine. Nicht zuletzt zu einem unschlagbaren Preis.

Ich, Bleistift will aufzeigen, dass es Dinge gibt, die mit menschlichem Sachverstand – geschweige denn mit starren Regeln aka »politischer Regulierung« –, nicht zu bewerkstelligen sind. Die klassisch Liberalen begreifen es nachgerade als Anmaßung, zu denken man könne unendlich komplexe Mechanismen wie etwa wirtschaftliche Prozesse planen, regulieren oder in gewünschte Bahnen lenken; ganz zu schweigen davon, Missbrauch, Klüngel, Machtakkumulation und Vetternwirtschaft im Zuge dessen verhindern zu können.

Der Sozialphilosoph und Ökonom Friedrich August von Hayek nannte diese Anmaßung »konstruktivistischer Rationalismus«. Ein Konstrukt, welches davon ausgeht, das Gewollte sei plan- und lenkbar – und notfalls mit Gewalt durchzusetzen: sei es nun die bereits erwähnte Marktwirtschaft, die Entwicklung neuer Technologien, »soziale Gerechtigkeit« oder der Weltfrieden. Doch unsere politische Apologeten denken das nicht.

Ein jeder weiß wie fatal es ist, wenn in die unendlich verwobenen Prozesse der Natur eingefriffen wird. Man denke nur an das Beispiel der Kaninchenplage in Australien. Eigentlich dachte man daraus gelernt zu haben, doch wie es scheint, macht jener Konstruktivismus mittlerweile noch nicht einmal mehr vor Mutter Natur halt, wenn es um von Menschen gemachte Planspiele geht, wie die jüngsten Beispiele rund um das Thema »Klimaschutz« uns unverblümt vor Augen führen: Deutschland rettet im Alleingang die Welt vor der Klimakatastrophe. Die Beschreibung »konstruktivistischer Rationalismus« aber, würde diese Anmaßung allenfalls verharmlosen, denn Politiker die ernsthaft glauben, mit den Mitteln des Bürokratismus positiv lenkend in die Natur (oder andere komplexe Dinge) eingreifen zu können, sind in ihrer maßlosten Selbstüberschätzung nicht nur größenwahnsinnig, sie spielen Gott! – ohne freilich an diesen zu glauben. Und wer die Natur bereits im Griff zu haben glaubt, der macht auch vor der Produktionslenkung eines Bleistiftes nicht halt.

Wohin uns all die guten Onkels (unterstellt man ihnen einmal wohlwollend gute Absichten) mit ihren »Regulierungen« bringen, sieht man tagtäglich in der Tageszeitung. Mit dem Trugschluss allerdings, dass nach noch mehr »Regulierung« gerufen, ja geschrien wird. Als ob uns der ultimative Vergleich zweier Staaten mit gleichen Ausgangspositionen, ergo von BRD und DDR nicht genug gelehrt hätte, begeben wir uns nun, Jahrzehnte später, mehr oder weniger freiwillig eienr EU-Diktatur (EUdSSR) hin. Mit allen sich jetzt schon abzeichnenden Folgen von wirtschaftlichem Desaster und zunehmender Unfreiheit. Warum tun wir das? Glauben wir wirklich, dass wir diese Leute, aka Politiker benötigen? Wofür?

Die Parabel von Ich, Bleistift gibt es als anschauliche Videoanimation und liegt nun Dank der libertären Plattform freiwilligfrei.de in deutscher Übersetzung vor:

Infos:


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