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Interview mit Roland Baader

Interview mit Roland Baader aus der Reihe »Streiflichter des Lebens«.

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Bundestagswahl 2013: »Partei« NEIN!-Idee

Auch »Nichtwähler« haben eine Stimme

Auch »Nichtwähler« haben eine Stimme

In der Online-Ausgabe von eigentümlich frei las ich ein Interview mit dem Bundesvorsitzenden Jens Martinek der »Partei« der NEIN!-Idee. Der Name ist etwas sperrig und missverständlich aber die Idee dahinter hat es in sich. Ziel und Zweck der Partei ist, das Parteiensystem, spricht die Politik entweder grundlegend zu ändern oder gar abzuschaffen, um die Dinge den Menschen vor Ort wieder selbst in die Hand geben zu können.

Das Grundprinzip ist einfach: Vertritt keine der auf dem Wahlzettel stehenden Parteien das Vertrauen des potentiellen Wählers, darf er sein Kreuz bei NEIN machen. In Anbetracht dessen, dass der Nichtwähleranteil mittlerweile nicht selten stärkste »Partei« ist und die Stimme mitsamt allen anderen jener Parteien, die es nicht über die 5-Prozent-Hürde schaffen, unter den Tisch fällt und somit ungezählt bleibt, ist dieser Ansatz notwendiger denn je. Dies würde so manchen vermeintlich »undemokratischen« Nichtwähler zur Wahlurne locken um sein Kreuz zu machen, welches er bis dato nicht deshalb verweigerte, weil er unpolitisch ist, sondern sich einfach nicht mehr durch die Politik unserer Parteiendemokratie vertreten fühlte.

Aber die Idee dieser »Partei« birgt noch einen ganz anderen nicht zu vernachlässigenden Ansatz, der sich, gerade in unserem derzeitig extrem meinungsfeindlichen politischen Diskurs, als überlebenswichtig für unsere Freiheit und Selbstbestimmung herausstellen könnte:

Da die Partei weder Ideologie noch Rezepte hat und haben will, ist sie von den Meinungsmonopolisten schwer bis gar nicht angreifbar. Man denke an die jüngsten Terroraktionen der Linksextremen in Bremen gegen die AfD, wo selbst bürgerliche Parteien nun schon mit jenen Methoden angegriffen werden, welche sie (die sogenannte »Antifa«) angeblich vorgibt zu bekämpfen. Ein weiterer Aspekt sind die Medien, die nichtzuletzt mit den Umfrageinstituten Hand in Hand gehen. Auch hier gab es in der Vergangenheit abschreckende Beispiele von Manipulation der Umfrageergebnisse »unpassender« Parteien einerseits und das tagtägliche in-die-rechte-Ecke-schreiben von Seiten der Mainstreampresse gegen alles was nicht im Gleichschritt marschiert. All das muss die NEIN-Partei nicht befürchten und hat so allen Paternalisten und Ideologen zum Trotz ein Werkzeug in der Hand, des Bürgers wahre Stimme zu vertreten, frei von Sachzwängen, politischer Korrektheit oder Ideologie. Wenn das mal kein Hoffnungsschimmer ist?

Bei einem Einzug der NEIN-Partei ins Parlament würden, einfach gesprochen, die Mandatsträger der NEIN-Wähler so lange parlamentarisch dagegen halten, bis sich die »echten« Parteien in Richtung der Wähler bewegen. Ein geschickter und letzter Hebel, überhaupt noch in unser hermetisch abgeschlossenes politisches System einzudringen, welches längst mehr und mehr in die freiheitsfeindliche, supranationale EU abwandert. Mit diesem Werkzeug würde ein Mechanismus in Gang gesetzt, den klassisch Liberale schon immer fordern: Den Wettbewerb der politischen Systeme! Wider dem Einheistbrei aller im Bundestag vertretenden Parteien, welche ausschließlich nur noch Wunsch und Wille von Lobbyismus und Machtzirkeln huldigen.

Jens Martinek vertritt in dem Interview noch weitere libertäre Standpunkte und Erkenntnisse. Er spricht Dinge an, die niemals in den Hauptstrommedien auf den Tisch kommen, wie etwa das staatsmonopolistische, ungedeckte Papiergeld. Ebenso zeigt er in knappen und verständlichen Sätzen auf, dass der sogenannte Sozialstaat alles andere als sozial ist, ja, dass gerade die sogenannte »Umfairteilung« (die, ganz im Sinne des alten Roms von »Teile und herrsche« von mittlerweile allen Patrteien gepflegt wird) das Gegenteil dessen erreicht, was sie vorgibt, nämlich die Verteilung von unten nach oben. Der Kaiser ist nackt! Und sein Fazit fällt nüchtern aus: Das muss irgendwann in einem faschistischen System enden.

Unser Sozialstaat ist für mich nur eine Nebelwand, um die Menschen im Glauben zu halten, dass der Staat irgendwie wichtig wäre. Soziale Probleme sind kommunal viel besser zu lösen. Voraussetzung dafür wäre natürlich, den Wohlstand komplett bei denen zu lassen, die ihn erarbeiten. Diese können dann selbst entscheiden, welche Menschen in ihrer Kommune bedürftig sind und denen ein Teil ihres Geldes spenden. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass dieses Problem nur noch ein sehr kleines sein wird, sollte wir es irgendwann schaffen den Staat zu überwinden.

Unser jetziges Geldsystem ist meiner Meinung nach einer der Hauptauslöser der heutigen Missstände. Der staatlich verordnete Annahmezwang eines nicht gedeckten Zahlungsmittels, zwingt alle in dieses Hamsterrad aus Schuld und Zins. Letztendlich gewinnt bei diesem Spiel immer nur der Staat durch den dadurch erreichten Machterhalt und die Eigentümer einiger weniger Großbanken durch die Umverteilung der wahren Werte in ihre Taschen. Dieses Geldsystem ist einzig dafür erdacht worden, den erarbeiteten Wohlstand umzuverteilen und zwar von unten nach oben. Unser Sozialsystem gibt dem zu allem Überfluss noch den Anschein, dass von oben nach unten umverteilt werde. Das ist aber nur ein Umweg, um dem System ein menschliches Antlitz zu verpassen. Unsere erarbeiteten Werte kennen in diesem Geldsystem nur eine Richtung und zwar nach ganz oben. Die Verteilerstelle dabei ist der Staat mit seinen gesetzlichen Regelungen, die er durch sein Gewaltmonopol durchsetzt. Geld wird aus dem Nichts geschaffen und gegen die Verpfändung echter, erarbeiteter materieller Werte verliehen. Und das Recht auf die Erschaffung aus dem Nichts verleiht der Staat. Das muss irgendwann in einem faschistischen System enden.

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7 Antworten zu “Bundestagswahl 2013: »Partei« NEIN!-Idee”

  1. […] und Parteien. Und sollten Sie nicht zufällig in Bayern ansässig sein, um dort das Kreuz bei der Nein!-Partei machen zu können, dann bleiben Sie zuhause und gehen Sie nicht wählen! Politik löst keine […]

  2. Klaus Tretter sagt:

    Da schau her der Herr Augustin der in der NEIN Partei Ist(Frosch hat er auch mal geheißen) war doch bei der NPD München als Funktionär und bei der BIA(Bürgerinitiative Ausländerstopp München) aktiv oder geht es hier um einen Namensvetter?

    • Und in China ist ein Sack Reis umgefallen! Und mein Opa war in der Wehmacht: kein Wunder was der Kritisator so von sich gibt.

      Nein, einen Diskurs mit Argumenten brauchen wir schon lange nicht mehr. Etiketten, und seien sie an der Haaren herbeigezogen, reichen längst aus. Hauptsache Nazi-Keule und alles passt!

    • Langsam langweilt mich das. Fragst du eigentlich auch deinen Bäcker in welcher politischen Vereinigung er mal war oder wie er politisch denkt. Herr Augustin ist alles ander als ein NAZI.

    • Hallo Klaus Tretter,
      oder auch Thomas Krümmer,
      wie Sie sich in Ihrer anonymen Mail an mich persönlich nannten,
      die ich hier gleich mal mit veröffentlichen möchte:

      // Kopie Mail vom 24.09.2013 um 00:05 Uhr
      Sehr geehrte Damen und Herren
      Leider musste Ich feststellen das auch in Ihrer Partei scheinbar wenigstens ein Ehemaliger Nazi in einer Führungsposition gelangt ist daher konnte ich Ihnen leider meine Stimme bei der Wahl nicht mit ruhigem Gewissen geben, ansonsten wäre Ich Ihrer Meinung gewesen und hätte Sie gewählt.Bitte beachten Sie den ersten Kommentar in dem Blog wo Ich Ihnen den Link dafür überlasse :
      http://der.kritisator.de/2013/bundestagswahl-2013-partei-nein-idee/comment-page-1/#comment-1679

      Mit freundlichen Grüßen
      Thomas Krümmer

      powered by Secure-Mail.biz – anonymous and secure e-mail accounts.//
      Kopie Ende ———————————————————————————–

      Erkennen Sie den gravierenden Unterschied zwischen Herrn Augustin und Ihnen,
      Herr Krümmer bzw. Herr Tretter, oder wie Sie wirklich heißen?
      Sie verstecken sich hinter falschen Namen, Herr Augusitin nicht.

      Sie schreiben, Sie möchten keinen ehemaligen Nazi wählen – ist Ihnen ein „aktueller/aktiver Nazi“ lieber?

      Was genau möchten Sie denn erreichen, mit Ihren anonymen Schreiben?
      Herr Marius Augustin hat erkannt, dass er einen großen Fehler gemacht hat in seinem Leben! Er hat sich neu besonnen und einen neuen Weg eingeschlagen – gut so, wie ich meine! Ihm nun seine „Vergangenheit hinterher zu tragen“, ist schlicht falsch. Ganz im Gegenteil – es sollte andere ermutigen, seinem Beispiel zu folgen!
      Mit freundlichen Grüßen
      Toni Lehlbach

  3. Super Artikel über uns. Ich finde es immer wieder herrlich wenn man merkt, dass es Leute gibt die es kapiert haben. Danke und viele Grüße. Jens Martinek

  4. Super danke k
    Freut mich dass du es komplett durchschaut hast…
    Ggf bis bald mal.
    Lg m

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