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Interview mit Roland Baader

Interview mit Roland Baader aus der Reihe »Streiflichter des Lebens«.

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Occupy the Feuilleton!

Feuilleton

Occupy the Feuilleton!

Das konservative Jugendmagazin Blaue Narzisse will die linke Polithoheit der Straßenlaternen ein wenig aufmischen und hat dazu eine Reihe von Aufklebern kreiert. Aufkleber wider dem Trend in die Gleichmacherei, Meinungsdiktatur, Scharia und Sozialismus; kurz: wider der Schönen neuen Welt. Ich selbst habe eine Fotoserie in Arbeit, mit Laternenaufklebern. Diese Arbeit ist weniger politisch motiviert. Dennoch fällt ins Auge, welch krasse Politpropaganda dort zu finden ist, nicht selten gewaltaffin. Laternenhoheit bildet die sog. Antifa.

Einer der (Gegen-)Aufkleber der Blauen Narzisse sticht dabei besonders heraus: Occupy the Feuilleton! Was für eine großartige Idee. Ein Aufruf gegen die Allmacht der Jakobiner in den meinungsbestimmenden Feuilletons. Die Presse ist nämlich nicht vierte, sondern wird langsam zur ersten Macht im Staate. Den Aufkleber ziert das Konterfei von Frank Schirrmacher, Herausgeber der FAZ auf dem Marsch in Richtung Süddeutsche Zeitung. Untertitel zum Aufkleber:

FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher steht wie kein zweiter für den Linksrutsch des bürgerlichen Feuilletons. Unter anderem lotste er die Piratin Marina Weisband und die taz-Autorin Julia Seeliger zum ehemaligen Flaggschiff des seriösen Journalismus.

Weitere Themen sind die EUdSSR, Abschaffung der Identität, Bildungsmisere und Familienfeindlichkeit.

EU

EUdSSR

Die Europäische Union entwickelt sich immer mehr zu einer zentralistischen, bürokratischen Diktatur. Dies bringt diese Karte zum Ausdruck.

Familie

Die Familie

Die ganz normale Familie, bestehend aus Mann und Frau sowie Kindern, muß auch in Zukunft das Ideal unserer Gesellschaft bleiben. Achso, und noch eins: Keine Angst vor Gender Mainstreaming! Erhältlich als Postkarte und Aufkleber.

Regionen

Geimeinsame Vielfalt statt Gleichschaltungsdiktatur

Europa muß sich neu aufstellen. Das darf jedoch keine Forderung an die politische Klasse sein. Vielmehr sind die europäischen Völker gefordert, sich ihrer Fesseln zu entledigen. Dazu braucht es eine positive, konstruktive Utopie: Ein Europa der Regionen, ein Europa der Völker. Das Symbol dafür ist das abgebildete Hertensteiner Kreuz.

Diese und weitere Motive gibt es als Aufkleber, Button und Poster im Online-Shop des Magazins.


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5 Antworten zu “Occupy the Feuilleton!”

  1. Nicolas sagt:

    Dieses Plakat mit „Der Familie“ erinnert mich stark an homophobe Tendenzen. Sowas würde selbst jemand wie ich als Rechtspopulistisch abstempeln. Soll hier so getan werden, als seinen heterosexuelle Paare etwas besseres? Hier wird ein typisch konservatives Ideallbild angesteuert.

    Die „Klassische Familie“ als Retter der Menschlichkeit. So etwas wird zurecht in die Rechte Ecke geschoben.
    Propagandiert von densellben Leuten, die angeben gegen Rassimus, Diskriminierung etc zu sein. Wenn so ein plakat verurteilt wird, hat das nichts mit politischer Korrektheit oder Gutmenschentum zu tun, sondern mit berechtigten Ängsten vor Normen-Fanatikern, die die Freiheit des einzelnen unterdrücken. Wenn ich so was sehe, bin ich fast schon froh eine linke Systempresse zu haben, denn sonst müssten schwule und lesben wohl bald Angst vor diesen Menschen haben, die anderen ihr Ideallbild überstülpen wollen.

    Natürlich muss die Familie geschützt werden. Die Familie ist eine der wenigen Sozialgemeinschaften, die der Mensch hervorgebracht hat. Aber warum sollen 2 Väter oder 2 Mütter weniger in der Lage sein, gute Eltern zu sein, als die „klassiche Familie“? Sind etwa alle unsere „Klassischen Familien“ Vorzeigefamilien? Meine Mutter ist Sozialarbeiterin, und die Problemfamilien sind ausnahmslos, alle „klassischer Art“. Man kann es mit der Kritik an der Political Correctness übertreiben. Geht man zu weit, wird man selbt zum Nazi.

    Fazit: Den Finger in die Wunde legen – JA In der Wunde herumstochern – Nein

    Den Rest finde ich ja durchaus gelungen – aber so nicht! Einige der Gegner der „political correctness“ entpuppen sich langsam aber sich als Wolf im Schafspelz. War es wirklich nötig, dieses Beispiel auch noch zu nehmen? Der Rest der Aufkleber ist doch durchaus gelungen

    • Das sehen SIe falsch. Hier wir nicht versucht die Familie zwanghaft über alles andere zu stellen, sondern einfach daran erinnert, dass es nichts schändliches an sich hat, Familie zu haben oder sie hoch zu halten. Noch weniger wird versucht, Homos zu diskriminieren. Die Familie hat momentan in den Feuilletons eben eine schlechte Lobby. Deshalb will man sich Gehör verschaffen. Oder finden Sie es nicht etwa seltsam, in einer Zeit zu leben, in der man für eine Institution wie die Familie bereits Werbung machen muss, da es allenthalben nur noch als »rückständig« »ewiggestrig« oder als »Auslaufmodell« tituliert wird. Man hat den Eindruck, das alle anderen Alternativen, und seien sie noch so krude, lebenswerter und besser seien, Hauptsache aber es ist nicht die klassische Familie. Diese ist ja »reaktionär«. Damit wird nicht weniger versucht, als ein ganzes Gesellschaftssystem zum Einsturz zu bringen. Und genau hier will man dagegen halten. Allerhöchste Zeit.

      Es gibt sehr viel Populismus gegen die Familie. Und da finde ich ein solches Motiv wirklich harmlos dagegen.

      Die »Ideallbild-Überstülper«, wie Sie sagen, stehen auf der anderen Seite. Der Wind dreht sich, und nun kommt die Zeit, in der die Konservativ-Liberalen gegen das heutige Establishment auf die Straße gehen. Wenn Sie so wollen, gegen jene Demonstranten von gestern.

      • Nicolas sagt:

        Eine solche Antwort wollte ich hören! Ich sehe dass wie sie. Aber bei mir schrillen nun mal beim geringsten Verdacht auf Menschenfeindlichkeit die Alarmglocken. Grade die „Blaue Narzisse“ gehört in meinen Augen nicht zu den systemkritischen Blättern, sondern vetritt zum Teil Rechtsradikale Positionen. Es gibt nun mal auch Menschen, die die Kritik an der PC direkt mal ausnutzen, um für die andere radikale Seite Werbung zu machen. Der Übergang ist da oft fließend, und zum teil auch nicht zu erkennen. Ich weiß ja, dass sie kein radikaler sind. Nur fand ich die Quelle des Beispiels einfach so fragwürdig, dass ich es für nötig hielt einige grundsätzliche humanistische Werte abzuprüfen. Es mag „Rechtspopulistische“ (sie wissen wie das gemeint ist) Quellen geben, die diese Titulierung zu unrecht tragen, und klar zitierfähig sind. Manche „Rechtspopulisten“ sind allerdings wirklich Rechtspopulistisch – und da zähle ich die Blaue Narzisse hinzu.

        Gruß, Nicolas

        • Nun könnten Sie durchaus recht haben. Ich selbst kenne die »Blaue Narzisse« nicht ausreichend genug, um mir ein solches Urteil zu erlauben. Ein kurzer Blick auf der Webseite, ließ mich allerdings nichts verwerfliches erahnen, um die gelungenen Illustrationen hier zu zeigen. Andererseits sehe ich keinen Grund eine Aussage zu verwerfen, nur weil der Mund der sie ausspricht, die »falsche« Etikette hat.

          Sollten Sie Ihr Urteil aus der Wikipedia haben, so empfehle ich Ihnen größte Vorsicht und zumindest einen Blick in die dortige Diskussion. Die Wikipedia ist längst nicht mehr so frei wie sie nach außen hin gerne tut.

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