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Interview mit Roland Baader

Interview mit Roland Baader aus der Reihe »Streiflichter des Lebens«.

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Warum werfen Die Grünen Joschka Fischer nicht aus der Partei?

Thomas Couture: Die Römer der Dekadenz (Quelle: Wikipedia)

Lebemann Joschka Fischer hat einen weiteren Posten im Klub der Konzerne. Er ist nach BMW, RWE, Siemens und anderen Multis nun auch »Berater« von REWE. Das wäre nicht weiter schlimm. Denn wo Lobbyismus existiert muss es auch Handlanger geben. Das komische daran ist nur, dass seine Partei Die Grünen, zumindest nach außen, das Gegenteil verkörpern. Eigentlich ist ein Kapitalismus der auf Säulen der Klüngelei ruht, ein rotes Tuch für Die Grünen – für ihre Wählerschaft allemal und von daher stellt sich die berechtigte Frage: Warum denken Die Grünen nicht langsam darüber nach, Joschka Fischer aus ihrer Partei auszuschließen?

Die Frage kann ich nicht beantworten. Der einstige Straßenkämpfer entpuppt sich immer mehr zum größten Opportunisten der ehemaligen Rot/Grünen Regierung seit Gerhard Schröder. Dass sich beide so prächtig verstehen verwundert indes nicht.

Sein Betätigungsfeld bei REWE (jeden Tag ein bisschen teuerer) fokussiert den Bereich für die nachhaltige, zukunftssichere Aufstellung unseres Unternehmens. Er könne wichtige neue Impulse“ bei der „Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie geben. Ach so. Fischer sei, so Rewe-Vorstandschef Alain Caparros ein ausgewiesener Experte für weltweite Nachhaltigkeitstrends. Nee, klar.

Diese Worthülsen sind kaum zu überbieten und ein jedes Kind kann sich an drei Fingern abzählen wozu dieser »Job« gut ist. Ein Alibi dafür, dass Gelder auf Fischers Konto fließen können. Ganz legal, versteht sich. Dass Fischer weder REWE noch RWE im Wortsinne fachlich beraten kann oder wird, ist ein offernes Geheimnis und nur schwer nachzuweisen. Natürlich kommt es ganz darauf an was man unter Beratung versteht. Kleinere oder größere Gefälligkeiten im Sinne der Unternehmen kann man selbstverständlich auch als »beratend« interpretieren, wenn es denn unbedingt sein muss.

Wie weit Fischers Beratungstätigkeiten für den Atomstromkonzern RWE gegangen sind (die Laufzeiten für AKWs wurden just heute um 12 Jahre verlängert), möchte ich lieber nicht wissen.

Bleibt am Ende für offene Frage, warum kein Parteiausschlussverfahren gegen Fischer läuft? Bei SPD-Mitglied Thilo Sarrazin sieht das momentan freilich anders aus. Vielleicht fehlt einfach nur dass Fischer das Wort »Jude« oder »Autobahn« im falschen Zusammenhang erwähnt.

Info:
tagesschau.de


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