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Interview mit Roland Baader

Interview mit Roland Baader aus der Reihe »Streiflichter des Lebens«.

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Der 20 Juli: Mondlandung, Stauffenberg oder aber Hitlerattentäter Georg Elser

Held Georg Elser (Wikipedia)

Held Georg Elser (Wikipedia)

Heute ist der 20 Juli. Alle reden entweder von der Mondladung vor 40 Jahren oder von dem Hitlerattentat der Widerstandsgeschichte. Dem Attentat von Graf Stauffenberg.

Ich zitiere aus geschichtsthemen.de:

20 Juli 1944. Die Abläufe sind bekannt.

Nur noch ein Wort zur Erfolgswahrscheinlichkeit: Hätte Stauffenberg die Ersatzbombe (die er immer mitführte) einfach neben die scharf gemachte Bombe mit in die Aktentasche gelegt, wäre auch in der Baracke (man hatte einen Bunker erwartet, wo die Druckwelle nicht entweichen kann) die Detonation so stark gewesen, dass Hitler keine Chance gehabt hätte (allerdings auch nicht die übrigen über 30 Mann, von denen so nur 4 umkamen).
Aber der durch seine Verletzung stark bewegungsbehinderte Stauffenberg wird hektisch, als ihn der Feldwebel vom Dienst beim Scharfmachen der ersten Bombe überrascht und versäumt diesen letzten Handgriff, der die Geschichte verändert hätte…

Der eine Handgriff, der die Geschichte verändert hätte; wenn auch in diesem Falle bereits etwas spät. Solcherlei kleine, dummen Zufälle, gab es in der Attentatshistorie gleich zu Hauf. Eine besonders mutige Aktion, welche leider kaum jemand kennt, möchte ich hier wenigstens kurz erwähnen. Es war das Bombenattentat eines Einzelnen. Es war die heldenhafte Tat von Georg Elser am 8. November 1939. Der Zeitgeschichte fehlten gerade einmal 13 Minuten.

Dieses Attentat stellt meiner Meinung nach alle anderen in den Schatten. Im Kurzen (nach Wikipedia):

Elser war fest entschlossen, Hitler zu beseitigen und lebte nur noch nach diesem Ziel.

  • Am Vorabend des 9 Novembers hält Hitler im Münchner Bürgerbräukeller traditionell eine Rede.
  • Ein gutes halbes Jahr davor heuerte Elser als Arbeiter in einem Steinbruch an, um sich auf diese Weise Sprengstoff zu besorgen.
  • Im Sommer 1939 zog er nach München und mietete dort eine kleine Werkstatt. Den Nachbarn gab er sich als Erfinder aus und konnte so unauffällig einen raffinierten Zeitzünder konstruieren.
  • Ab Ende August 1939 suchte Elser allabendlich den Bürgerbräukeller auf, nahm dort zunächst eine einfache Arbeitermahlzeit für 60 Pfennige zu sich und wartete eine günstige Gelegenheit ab, um sich unbemerkt in der Besenkammer zu verstecken. Dort verharrte er meist mehrere Stunden, bis das Gasthaus abgeschlossen wurde.
  • Insgesamt 30 Nächte lang höhlte er dann in mühevoller, riskanter Kleinarbeit eine Säule aus, um den Zeitzünder darin zu deponieren. Die anfallenden Späne versteckte er in einem zusammengerollten Teppich.
  • Am 8. November 1939 explodierte die Bombe exakt zu der von Elser vorgesehenen Zeit um 21.20 Uhr.

Und jetzt kommt das böse Schicksal abermals zum tragen. Hitler musste auf Grund schlechten Wetters vom Flugzeug auf die Bahn ausweichen und verließ somit früher das Rednerpult. Die Detonation verpasste ihn um wenige Minuten. Die Explosion verwüstete den Saal und tötete acht Menschen, sieben davon Mitglieder der NSDAP. Hitler war leider nicht dabei.

Elser wurde noch am gleichen Tag festgenommen und am 9. April 1945, einen Monat vor Kriegsende im KZ Dachau ermodet.

Infos:


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Eine Antwort zu “Der 20 Juli: Mondlandung, Stauffenberg oder aber Hitlerattentäter Georg Elser”

  1. […] zurückzukommen, mein Lieblings-Hitler-Attentäter ist immer noch Georg Elser. Ich schrieb bereits hier über ihn. Den totalitären Systemen keine Chance, ob braun, rot oder […]

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