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Interview mit Roland Baader

Interview mit Roland Baader aus der Reihe »Streiflichter des Lebens«.

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Deutsche Sprache: Lob für Westerwelle

FDP Plakat

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Ich bin sicherlich kein großer Freund von Guido Westerwelle und seiner FDP. Trodzdem aber, soviel Ehrlichkeit muss sein, muss ich Westerwelle einmal loben. Als jener nämlich diese Woche auf der ersten Pressekonferenz nach der Wahl in Berlin von einem Reporter eine Frage auf englisch gestellt bekam, antwortete Westerwelle auf deutsch.

DER SPIEGEL hatte nichts besseres zu tun, als dies zu kritisieren. Nun, wenn DER SPIEGEL denkt, er sei damit auf der Höhe der Zeit oder politisch korrekt, dann zeigt er hiermit allenfalls eine leider sehr verbreitete Unsitte zu glauben, es sei rückständig oder gar deutsch-national, nicht zu seiner Muttersprache zu stehen. Eine Grundhaltung aller Pseudo-Intellektuellen.

Ich meine jedenfalls, dass man auf einer Pressekonferenz in Berlin, wo es um die zukünftige, deutsche Regierung geht, durchaus Fragen in selbiger Sprache erwarten kann. Gesetzt der Fall, es war nicht pure Verlegenheit von Westerwelle, sondern bewußtes agieren, dann Hut ab. Ein Beispiel mit Vorbildcharakter. Das nenne ich wahres Selbstbewußtsein.


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3 Antworten zu “Deutsche Sprache: Lob für Westerwelle”

  1. alf sagt:

    Ich bin auch kein Freund von Herrn Westerwelle aber ich muss sagen, dass ich seine Reaktion gut fand.

    Vielleicht ist hier ein erster kleiner Ansatz der Tatsache entgegenzutreten dass immer weniger Deutsch und dafür immer mehr denglisch gesprochen und geschrieben wird.

  2. Axel sagt:

    Das Verhalten von Herrn Westerwelle in dieser Situation war verkrampft und unflexibel. Ausländische Politiker reagieren da deutlich souveräner. Aber bei so einem Englisch irgendwie auch kein Wunder…

    • @Axel
      Ich habe mir das nochmals angeschaut und fand keineswegs, dass Westerwelle verkrampft war, allenfalls überrascht über die eigene Chuzpe. Das Beispiel aus dem Ausland bestätigt höchstens die Ausnahme der Regel.

      Auch Norbert Lammert machte diesebezüglich von sich Reden, als er sich weigerte auf einer Pressekonferenz die Sprache zu wechseln, nur weil eine Journalistin ihn barsch darauf aufmerksam machte, nichts zu verstehen. Unglaublich im Grunde.

      Auch Gerd Schröder tat ähnliches in Prag, als er sich weigerte eine auf englsich gestellt Frage zu beantworten. Er akzeptierte die Frage erst, als sie auf tschechisch wiederholt wurde.

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